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Kennst Du Deine Bedürfnisse und warum ist das wichtig für Dein Kind?

Was sind meine Bedürfnisse als Mama? Weiß ich, was genau mit Bedürfnissen gemeint ist? Wie  kriege ich diese in meinem stressigen Alltag  noch erfüllt?

Oft erlebe ich Mütter, die auf diese Fragen  keine Antwort kennen. Auch ich kenne das aus meinem Alltag.

Oft spüre ich meine Bedürfnisse gar  nicht, oder gehe einfach über sie hinweg. Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt wo ich die Rechnung für dieses Verhalten bekomme, und mich leer, gestresst, ausglaugt oder ungerecht behandelt fühle.

Warum ist das so? Warum lassen wir es so weit kommen?  Ich glaube, weil wir es nicht gewohnt sind auf uns selbst zu achten. Wir glauben keine Zeit für uns zu haben, oder schlicht gesagt: wir haben es einfach  nicht gelernt wie wir mit uns und unseren Bedürfnissen umgehen können.

Was sind Bedürfnisse? Und wie erkenne ich sie?

Bedürfnisse können vielfältig sein, sind individuell und können auch gebündelt auftreten. Puuh, das klingt jetzt nicht einfach. Aber je öfter Du auf Dich und Deine Bedürfnisse achtest, um so besser lernst Du Dich kennen und verstehen. Ist das nicht erstrebenswert?

Hier ein paar  Beispiele von Bedürfnissen:

  • Ruhe
  • Abenteuer
  • Gesehen/ verstanden werden
  • Liebe
  • Anerkennung
  • Zärtlichkeit
  • Gemeinschaft
  • Bewegung

Die meisten von uns haben  nicht gelernt ihre Bedürfnisse zu erkennen, oder sie ernst zu nehmen.

Im trubeligen Alltag funktionieren wir wie im Modus des Autopiloten: machen, machen, machen! To-Do-Liste abhaken! Allen anderen gerecht werden! Erwartungen erfüllen!

Dann passiert es ganz leicht, dass wir uns selbst vergessen.  Wir hinterfragen nicht mehr: was brauche ich eigentlich in diesem Moment?

Ein guter Indikator, um Bedürfnissen auf die Schliche zu kommen, sind Gefühle. Gefühle können uns wie ein Kompass zu unseren Bedürfnissen führen.

Da geht es schon wieder los: nehme ich meine Gefühle  wahr? Was sind meine Gefühle überhaupt?

Wenn es Dir im Alltag schwer fällt, Deine Gefühle wahrzunehmen, schau auf Deine Körperwahrnehmungen:

  • Bist Du eher entspannt oder verspannt?
  • Welche Empfindung zeigt sich im Nacken oder Schulterbereich?
  • Spürst Du ein Magengrummeln?
  • Wie fühlen sich Arme und Beine an?
  • Hat Dein Körper ein Gefühl von Vitalität, Leichtigkeit und Freude? Oder spürst Du Anspannung, Schwere, vielleicht leichten Schmerz? Wo genau?

Nimm Dir Zeit hinzuspüren!  Im Alltag achten wir nicht mehr darauf, was unser Körper uns mitteilen will.

Wenn Du Anspannung oder ähnliches bemerkst, dann gehe nicht darüber hinweg. Frag Dich: Was will mir mein Körper damit sagen? Wo kommt diese Empfindung her? Ist da ein Gefühl, das sich in der Körperwahrnehmung äußert? Ist das vielleicht ein Gefühl von Stress? Überforderung? Traurigkeit?

Nimm Dir Zeit um es bewusst anzugucken, und daraus dann Dein Bedürfnis abzuleiten: Was fehlt mir eigentlich? Was brauche ich jetzt? Sei ganz ehrlich dabei.

Sehnst Du Dich nach Entspannung? Oder nach Wertschätzung? Dass jemand erkennt, was Du den ganzen Tag geleistet hast? Sehnst Du Dich nach Ruhe? Sehnst Du Dich danach aus dem „Funktionier-Modus“ heraus zu kommen? Ganz ohne Reue! Ohne schlechtes Gewissen! Vielleicht brauchst Du eine bewusste Zeit für Dich allein um deinem Lieblings-Hobby nachzugehen?

In diesen Momenten weißt Du dann enau was Dein Bedürfnis ist.Dann kommt gleich die nächste Frage auf: Wie kann ich mir dieses Bedürfnis jetzt erfüllen?

Wie kann ich mir meine Bedürfnisse erfüllen?

Ja, es stimmt: manchmal ist die Erfüllung von Bedürfnissen nicht sofort möglich. Vielleicht, weil wir gerade unseren Kinder helfen müssen, sie abholen wollen usw. Dann gilt es abzuwägen: welches Bedürfnis hat jetzt Vorrang?

Was Du immer tun kannst: 

Treffe  mit Dir die Vereinbarung Dir Zeit für Dein Bedürfnis einzuräumen! Am besten in naher Zukunft, zum Beispiel heute oder morgen abend.

Du vergrößerst damit die Chance mit mehr Leichtigkeit durch die nächsten Tage zu gehen.  Sorge dafür, dass Du handelst, bevor Deine Akkus in den Leerstand laufen!

Du wirst erleben, wenn Du regelmäßig so vorgehst und Dir selbst treu bleibst, fühlst Du Dich besser! 

Deine Energie steigt, Dein Selbstvertrauen steigt! Warum? Das was Du selbst brauchst, erfüllst Du Dir selbst auch. Du bleibst Dir selbst treu, und bleibst damit auf einem guten Energielevel.

Wenn Du aber immer  über Dich selbst hinweg gehst, merkt das Dein Unterbewusstsein. Die Folge: Du glaubst bald selbst nicht mehr an Dich! Dein Vertrauen in Dich sinkt, Deine Laune, Deine Energie, Deine Kraft nehmen stetig ab!

Wenn Du immer am Ball bleibst,  wird es Dir irgendwann nicht mehr so schwer fallen Zeit zu finden, Deine Erfüllung der Bedürfnisse zu wahren, und das bewusst zu organisieren. Dann hast Du eine neue Gewohnheit etabliert.

Glaube mir: Ein Wahrnehmen der Bedürfnisse ist der erste wichtige Schritt, aber alleine reicht das nicht. Erst durch Dein Handeln, das heißt die Erfüllung der Bedürfnisse, wirst Du für Wohlbefinden und der Steigerung Deiner Lebensqualität sorgen.

Wie schaffe ich es, mich selbst nicht zu vergessen? Was hat mein Kind damit zu tun?

Warum fällt es uns so schwer unsere Bedürfnisse wahrzunehmen und umzusetzen? Ich glaube, weil es den meisten von uns nicht vorgelebt wurde. Dementsprechend haben wir es nicht gelernt, und es konnte sich keine Gewohnheit dafür entwickeln.

Den meisten von uns wird es eher so ergangen sein: Wir haben gelernt, dass wir funktionieren sollen, wie wir andere nicht enttäuschen, wie wir die Erwartungen von anderen am besten erfüllen. Darin sind viele von uns Meister.

Besonders wir Mütter sind genau in diesem Programm fest verankert, weil wir unsere Kinder bestmöglich versorgen wollen.  Das ist natürlich auch nachzuvollziehen: Die Sorge um unsere Kinder ist natürlich und ein wichtiger Aspekt.  Die Frage ist wie bei allem, WIE tue ich das.

Besonders hilfreich kann es sein, wenn wir wahrnehmen, was das Bedürfnis unseres Kindes ist. Aber erkennst Du   immer das Bedürfnis Deines Kindes, wenn es zum Beispiel wütend wird, und auf einmal keine normale Kommunikation mehr möglich ist? Wie reagierst Du dann? Willst Du ganz schnell Dein Kind „leise kriegen“? Vielleicht weil es Dir Dein Herz zerreißt? Oder Du es einfach nicht mehr ertragen kannst nach einem anstrengenden Tag? Vielleicht kommen dann Sätze wie:

Stell Dich nicht so an….

Es ist ja gar nichts gewesen….

Sei jetzt leise, ich kann es nicht mehr hören….

Und vielleicht sind das genau die Sätze, die Du selbst früher gehört hast.

Wenn wir so reagieren, dann schauen wir nicht darauf WAS das Kind gerade hat, was sein Bedürfnis ist. Sondern wir versuchen das Symptom zu bekämpfen. Wir versuchen das die Wut, die Traurigkeit, das Lautsein aufhört. Aber wir forschen nicht nach der Ursache-dem Bedürfnis.

Und an dem Punkt sollten wir meiner Meinung nach ansetzen: natürlich für unser Kind, damit es sich gesehen und verstanden fühlt. Aber auch für uns selbst!

Wenn ich anfange zu verstehen, dass mein Kind ein Bedürfnis hat, dann kann ich   es in seinem Bedürfnis bestärken. Oder ich tröste es, wenn es gerade nicht möglich ist, das Bedürfnis zu erfüllen.

Wenn wir das Bedürfnis sehen und darüber mit unserem Kind kommunizieren, lässt sich das Kind viel leichter beruhigen, denn es fühlt sich von uns verstanden.

Wenn wir unseren Kindern so begegnen, dann vermitteln wir ihnen: ihre Bedürfnisse sind wichtig. Sie werden gesehen von Mama und Papa.

Das ist eine wesentliche Erfahrung für sie und bestärkt sie später als Erwachsene. Denn so fällt es ihnen selbst später viel leichter ihre Bedürfnisse zu erkennen und sich selbst zu erlauben diese auch zu befriedigen.

Ebenso wichtig ist es, dass unsere Kinder sehen, dass wir als Eltern unsere eigenen Bedürfnisse wichtig nehmen.

Die Lernerfahrung ist: Ich habe Bedürfnisse, und Mama und Papa auch. Und alle sind wichtig! So lernen sie einen gesunden Umgang für sich selbst später als Erwachsene.

Ich behaupte in unserer eigenen Kindheit haben viele eben diesen Umgang nicht vorgelebt bekommen. Deshalb ist es, wie es eben ist: wir sind als Erwachsene  nicht in der Lage unsere Bedürfnisse leicht wahrzunehmen und uns dann auch noch die Erlaubnis zu geben, diese zu erfüllen.

Die gute Nachricht ist aber: wenn wir die Wichtigkeit  verstanden haben, und den Schlüssel darin erkennen,  sollten wir die nötige Motivation haben, stetig zu üben.

Der Schlüssel hierin ist nämlich, dass Bedürfniserfüllung uns zu einem entspannteren Alltag verhilft. Wir sind uns selbst treu, und haben deshalb genug Energie unsere Mitmenschen wichtig nehmen.  

Das Üben ist nicht immer leicht, da wir am Anfang leicht in alte Muster verfallen können.

Dranbleiben lohnt sich, wenn wir uns den Preis vor Augen halten, den wir sonst bezahlen werden:

Unzufriedenheit mit uns selbst, Stress, Ärger, schlechte Laune. Das alles überträgt sich schnell auf unser Umfeld, besonders schnell auf unsere Kinder. Schwupps sind wir drinnen  in einem Kreislauf, der uns unser Leben schwer macht.

Ich will Dich ermutigen: bleibe am Ball. Verurteile Dich nicht, wenn es nicht klappt. Triff Vereinbarungen mit Dir selbst,  auch z.B. mit Deinem Partner. Triff Dich zu einem vertrauten Gespräch mit einem Freund/in, wenn Du merkst, dass Du im Stresskreislauf drin steckst und Hilfe brauchst.

Oder hole Dir Hilfe von außen, zum Beispiel durch ein Coaching.

Die größte Motivation für mich ist weiterhin, dass ich meinen Kindern die Beachtung und Erfüllung von Bedürfnissen vorleben möchte, damit sie es einfacher haben:

  1. indem ich auf ihre Bedürfnisse reagiere,
  2. ich ihnen zeige, wie ich meine Bedürfnisse erfülle.

Ich wünsche Dir für Deinen Weg viel Bewusstsein, Ausdauer, aber auch Spaß beim Entdecken und Ausprobieren.

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Ich wünsche Dir eine bewusste Zeit mit Dir selbst und Deiner Familie.

Alles Liebe,

Deine Melanie

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