Kennst und lebst Du Deine Werte?

Heute möchte ich gerne einen Denkanstoß zum Thema Werte mit Dir teilen. 

Meistens können mir die Eltern, die ich nach ihren Werten frage, nicht spontan eine Antwort darauf geben. Und das ist glaub ich ein normales Phänomen, da wir im Alltag uns mit diesen Dingen wenig bis gar nicht beschäftigen. Aber das macht das Thema in meinem Empfinden nicht weniger wichtig und wertvoll.

Nach welchen Werten lebst Du und was erwartest Du von Deinem Kind?

Woher weißt Du, was Du für ein Mensch bist? Wofür Du stehst, worauf es Dir im Leben ankommt? Ja, was Dir im Leben etwas WERT ist, wenn Du Deine Werte gar nicht kennst?

Welche Erwartungen setzt Du an Dein Kind, wie es sein soll, wenn es erwachsen ist? Welche Werte und Maßstäbe sollen für Dein Kind gelten?

Oft fallen uns bei dieser Fragestellung aus Sicht unseres Kindes schneller Dinge ein. Und es kommen vielleicht Antworten wie: hilfsbereit, sozialkompetent, respektvoll usw. „So möchte ich mein Kind gerne als Erwachsenen sehen!“

Und wie soll Dein Kind diese Werte vermittelt bekommen? Du weißt die Antwort sicher selbst: hauptsächlich durch Dein Vorleben und auch das Vorleben anderer Autoritäten,  wie zum Beispiel die Erzieherin im Kindergarten oder später die Lehrer in der Schule.

Ist es nicht sinnvoll, sich zunächst selbst zu fragen: für welche Werte stehe ich? Welche Werte lebe ich tatsächlich? Und lebe ich diese  meinem Kind vor?

Welche Werte lebe ich vielleicht nicht, obwohl ich es gerne möchte? Und was hat das für einen Einfluss auf mich selbst? Und auch vielleicht auf mein Kind?

Wie wichtig ist es, welche Werte die anderen prägenden Personen wie zum Beispiel der Kindergarten vorleben? Bei welchen bin ich bereit Kompromisse einzugehen? Und bei welchen aber nicht?

Finde Deine Werte mit dieser kleinen Übung

Jetzt habe ich so viel über Werte gesprochen, vielleicht fällt es dem einen oder anderen schwer dieses Wort greifbar zu machen.

Also was sind  eigentlich Werte? So ging es mir am Anfang auch, eben weil es kein alltägliches Thema ist.

Deshalb möchte ich Dir hier ein paar Werte aufzählen. Vielleicht hast Du Lust und die Ruhe dazu, die nachfolgende Liste zu lesen. Schließe danach Deine Augen und lasse die zuvor gelesenen Worte auf Dich wirken.

Versuch zu erspüren, bei welchen der verschiedenen Werte Du ein positives Gefühl  im Körper wahrnehmen kannst: Welche Werte ziehen dich förmlich an?

Welche lassen Dich eher kalt, oder ziehen mit keinem Gefühl  an Dir vorbei? Gibt es Werte, die Dich abschrecken? Bei denen Du innerlich die Nase rümpfst?

Probiere dieses Experiment  aus als Gradmesser: welche Werte scheinen mir wichtig? Welche Werte scheinen mir egal? Welche empfinde ich sogar als negativ?

  • Hilfsbereitschaft
  • Freude
  • Moral
  • Umweltschutz
  • Liebe
  • Glaube
  • Freundschaft
  • Dankbarkeit
  • Disziplin
  • Wertschätzung
  • Mitgefühl
  • Fleiß

Schließe nun die Augen und denke an die zuvor gelesenen Werte. Nimm Dir ruhig ein paar Minuten Zeit.

Welche Werte fallen Dir nun noch ein? Vielleicht sind es 2 oder 3.

Welche Gefühle hast Du bei diesen Werten, die Dir in Erinnerung geblieben sind?  Es kann etwas sein, wo Du Dich hingezogen fühlst, und sagst: ja, dafür stehe ich!

Aber es kann auch etwas sein, wo Du sagst, da kann ich nichts mit anfangen, oder vielleicht iritiert es Dich sogar.

Was immer jetzt bei Dir auch aufgetreten ist: Nimm es einfach mit.

Vielleicht magst Du Dich in der nächsten Zeit näher damit beschäftigen.

Bei Werten, die Dir wichtig sind, stelle die nächste Frage: Und lebe ich danach? 

Beobachte Dich  im Alltag. Wie lebst Du es tatsächlich? Wann genau lebst Du es, und wann fällt es Dir leicht? Wann lebst Du es eigentlich doch nicht? Und warum fällt es Dir dann schwer?

Wenn Du genau an diesem Punkt Deiner Selbstbeobachtung angekommen bist, dann schwenke Deine Sicht über auf Dein Kind/ Deine Kinder.

Möchtest Du, dass Deine Kinder diesen Wert auch kennenlernen und später einmal leben? Wo und wie vermittelst Du es ihnen schon gut? An welchen Stellen, in welchen Momenten könntest Du es noch besser machen?

Bitte sei nicht zu streng mit Dir. Wir alle kennen diesen Gedanken:“das könnte ich viel besser machen“. 

Das Gute dabei ist: Du musst Dich deshalb nicht selbst ausschimpfen, tadeln, oder beschämen. Nein! Du hast  jeden Tag erneut die Chance es besser oder anders zu machen. Mach Dir das bitte bewusst, und nimm Leichtigkeit in diese Selbstbeobachtung mit.

Ein Beispiel für Werte im Alltag

Ich habe für mich festgestellt, dass Dankbarkeit für mich ein wichtiger Wert ist. Ich glaube, dass Dankbarkeit dabei hilft, uns wieder zu erden, wenn wir gerade im Stress sind, alles ungerecht finden, und den Glauben haben, der ganze Tag sei mies gelaufen. Du kennst diese Gefühle und Gedanken bestimmt auch, oder?

Wenn ich mich dabei erwische, dass ich mich selbst mit meinen negativen Gedanken runterziehe, und glaube die ganze Welt ist gegen mich, schaffe ich es manchmal mich zu stoppen.

Ich erinnere mich daran, dass ich Dankbarkeit in meinem Leben aktiv leben möchte. In diesen Momenten ist davon  nichts zu spüren. Schaffe ich es  mir bewusst zu machen, dass  immer Dinge da sind, für die ich dankbar sein kann, dann denke ich bewusst über diese Dinge nach.

Das können Sachen sein, die mit dem Tag zu tun haben: Lachen mit meinen Kindern, eine schöne Situation mit meinem Partner, ein nettes Gespräch mit einer anderen Mutter beim Bringen in den Kindergarten.

Wenn mir für den aktuellen Tag  nichts einfällt, ruf ich mir in Erinnerung wie dankbar ich für meine Kinder sein darf. Für den Rückhalt von meinem Mann. Dafür, dass ich gesund bin; dafür, dass ich so viel neues Lernen darf  für meinen Beruf usw.

Manchmal klappt das nicht!Dann darf ich die schlechte Laune auch erfahren. Vielleicht ärgere ich mich dann darüber, dass ich mich so verhalten habe. Aber dann ist es wichtig, dass ich mir selbst dafür verzeihe, und einsehe, dass es ok ist, weil auch ich ein unperfekter Mensch sein darf. Und sollte ein anderer es abbekommen haben, dann hilft in der Regel eine ehrlich gemeinte Entschuldigung.

Du weißt bestimmt, was ich mit diesem Beispiel sagen wollte: sei achtsam mit Dir und Deinen Werten. Aber nimm den Druck raus! Falls Du ihn mal wieder spüren solltest….

Ich ziehe mein Fazit

Ich hoffe, ich konnte mit dieser Inspiration zum Thema Werte etwas Neues in Dir auslösen.
Zum Beispiel eine neue Fragestellung, die jetzt bei Dir auftaucht. Oder grundsätzliches Interesse für dieses Thema, dass Du jetzt die Wichtigkeit WERTschätzen kannst. Vielleicht auch eine Erkenntnis in Bezug auf Deine Kinder. Vielleicht in Bezug auf eine Erwartungshaltung, die Du Deinen Kind(ern) gegenüber hast…was auch immer.

Wenn es irgendwas in Dir ausgelöst hat, finde ich das großartig, und vielleicht magst Du mir davon auch erzählen:  Über Facebook oder hier über meine Internetseite. Komm gerne auf mich zu.

Und zum Abschluß möchte ich Dir noch mein Fazit mitgeben, das ich aus diesem Thema  ziehe:

  • Uns sind unsere Werte meistens unbewusst, weil wir uns dafür nicht die Zeit nehmen. Es erscheint oft nicht normal darüber mit anderen zu sprechen.
  • Werte sind wertvoll, weil sie uns zeigen, wie wir als Mensch sein und leben wollen, was wir unseren Kindern vorleben, vermitteln wollen.
  • Wenn wir uns selbst beobachten, werden wir festtellen, dass wir unsere Werte im Alltag oft vergessen, und dann nicht mehr nach ihnen handeln. Wir leben entgegen dem wie wir selbst sein wollen. 
  • Wir dürfen liebevoll üben, und müssen uns  nicht verurteilen. Der erste und schon wirkliche wertvolle Schritt ist  das Erkennen.  Verändern können wir immer, wenn wir es denn wirklich wirklich wollen.

Werte dürfen sich auch verändern. Guck ab und zu, ob  der Wert die gleiche Wichtigkeit hat für Dich wie vor ein paar Jahren. Unser Leben verändert sich. Gerade durch das Elternsein verstärkt sich der Wandel, die Priorisierung.  Das ist ok. Die Wichtigkeit in Deinen Werten darf sich verändern.

Erlaube Dir das selbst, damit machst Du es Dir leichter. Wenn Du an alten Werten krampfhaft festhälst, die nicht mehr in Dein Leben, Deine aktuelle Lebenssituation passe, fühlt es sich schwer an.

Wenn Du Hilfestellung bei diesem Thema brauchst: Wertekonflikte lassen sich wunderbar im Coaching bearbeiten. Komme gerne auf mich zu!

Wenn Du diesen Beitrag ausführlicher und in Audio-Form hören möchtest, besuche meine Podcast-Seite.

Schreib mir gerne und lass uns austauschen. Du kannst auch über Facebook oder Instagram mit mir in Kontakt treten.

Finde den Weg zu Dir und Deinem eigenen Wohlbefinden (zurück). So trägst Du zum Familienfrieden bei.

Ich wünsche Dir eine bewusste Zeit mit Dir selbst und Deiner Familie.

Alles Liebe,

Deine Melanie

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