Wie sag ich das jetzt meiner Frau?

Wie gestalte ich einen respektvollen und zielführenden Austausch

„Ich habe es jetzt schon 1000 mal gesagt. Es ändert sich ja sowieso nix.

Er antwortet nicht -der nimmt mich doch gar nicht ernst

Sie weiß es ja eh besser, aber bevormunden lasse ich mich nicht.

Wenn wir reden geht es nur noch um Haushalt, Kinder, Job.“

Jetzt kennst Du Dich viel besser- Zeit sie einzuweihen

Vielleicht gibt es ein Thema in Eurer Partnerschaft, das in Dauerschleife immer wieder auftaucht: Die Organisation des Haushalts, der Umgang mit den Kindern, das Miteinander als Paar oder mit den eigenen Eltern, was auch immer es bei Euch ist.

Dann hast Du jetzt die Möglichkeit Dir zu diesem Thema die nötige Klarheit zu schaffen, bevor Du wieder auf die alt bekannte Weise das Gespräch mit Deinem Partner führst:Die Schallplatte ist schon abgenudelt, oder? 😉

Nutze die Beiträge der Themenwoche 1-5 , insbesondere die Reflexionsfragen, genau zu Deinem Thema. Dann weißt Du:

  • Welcher meiner Werte als Elternteil oder Partner ist für dieses Gesprächsthema relevant?
  • Welche Reaktion habe ich bisher gezeigt, und welche wünsche ich mir eigentlich von mir selbst?
  • Welches Bedürfnis möchte ich mir erfüllen?

Mit alle diesen Antworten im Gepäck gehst Du auf Deinen Partner zu, und bittest um ein Gespräch.

Gerade wenn Ihr bisher Euch nicht auf diese Art und Weise ausgetauscht habt, kann es helfen einen ruhigen Ort für Euch zwei allein auszuwählen. Vielleicht ist der Ort auch außerhalb Eures Zuhauses. Bitte lasst auch nicht zu viel Zeit verstreichen bis zu Eurem Gespräch. Nehmt das Thema ernst- nehmt Euch selbst ernst!

Mittelfristig darf es Ziel sein, dass Ihr keinen  Organisationsaufwand betreiben müsst, um Euch auszutauschen. Doch am Anfang gönnt Euch einen Wohlfühlrahmen zum Üben.

Du erzählst von Dir selbst

Der Tag ist da: Tu Dir selbst und auch Deinem Partner den Gefallen: geh nicht gehetzt in das Gespräch, zwischen Hausputz und Wocheneinkauf. Nehme die Zeit bewusst und gebe dem Austausch -und somit auch Euch- die Wichtigkeit, die er verdient.

Du erzählst Deinem Partner all die Beobachtungen, die Du an Dir selbst gemacht hast. Merkst Du wie Dein Partner entspannt, weil es nicht um Forderungen geht, die Du ihm gegenüber aufstellen willst? Vielleicht ist Dein Partner auch ganz erstaunt und neugierig, weil er Dinge über Dich das allererste Mal erfährt. Das ist die Basis um Euch anzunähern und gegenseitiges Verständnis im Gespräch aufzubauen.

Du erzählst von Deinen Wünschen für Eure Beziehung

In der Atmosphäre von Offenheit und Vertrauen kannst Du Deinen Wunsch für Eure Beziehung ganz natürlich mitteilen. Du kannst von Deinem Bedürfnis berichten, welches Du Dir zur Zeit nicht erfüllen konntest, und wo Du Dir eine Veränderung wünschst. Vielleicht hast Du schon konkrete Vorschläge wie Du Dir das im Einklang mit der Familie vorstellst.

Du gibst ihr Zeit für ihre eigene Erforschung

Vielleicht findet Ihr bei Eurem 1. geplanten Gespräch eine Lösung, oder eine Vereinbarung für den nächsten Schritt. Vielleicht ist auch das Gefühl von „das hat uns beiden gut getan“ im Vordergrund.

Was wenn das nicht eintritt? Das ist überhaupt nicht dramatisch! Schaut, was es als nächstes braucht. Brauch Dein Partner auch erst mal Zeit um seine eigene Klarheit zu finden? Das ist für Dich bestimmt gut nachzuvollziehen- hat es bei Dir doch auch einen Moment erfordert, oder? Gib Deinem Partner diese Zeit. Wenn Ihr beide Klarheit mitbringt, kann das Gespräch nur fruchtbar werden, oder?

Wichtig: Trefft die Vereinbarung, wann Euer Gespräch fortgeführt werden soll. Und haltet Euch daran.

Ihr trefft eine Vereinbarung für den nächsten Schritt

Ich wiederhole mich: trefft immer eine Vereinbarung am Ende Eures Gespräches. Und haltet Euch an diese Vereinbarung. 

Ich kann es gar nicht oft genug wiederholen, denn ohne Vereinbarung und ohne aktives Dranbleiben, passiert auf jeden Fall dieses: Ihr rutscht wieder in Euer altes Verhaltens- und Kommunikationsmuster rein. Frust ist vorprogrammiert.

Was könnt Ihr also tun?

Nehmt Euch ernst, nehmt die Vereinbarung ernst! Wenn diese Haltung nicht da ist, hat einer oder beide noch nicht alle Karten auf den Tisch gelegt: Sprecht genau darüber!

Legt eine Konsequenz fest: was passiert, wenn sich nicht an die Vereinbarung gehalten wird?

Erinnert Euch gegenseitig: Ihr wisst, wie das mit diesen stinkigen alten Gewohnheiten ist: sie überrollen einen, und es bedarf Mitgefühl und Training um neue Gewohnheiten zu schaffen. Also schenkt Euch selbst und gegenseitig Mitgefühl.

Wenn es mal richtig haarig wird, und Ihr kurz davor seid, alles hinzuschmeißen, stellt Euch die Frage: Was passiert, wenn wir jetzt nicht weitermachen? Nehmt die Antwort ernst und entscheidet, ob Ihr die Konsequenz tragen wollt.

Vereinbarungen sind wichtig, sie schaffen Klarheit, geben Orientierung. UND: Vereinbarungen können auch widerrufen oder verändert werden! WICHTIG: haltet Euch nicht im Korsett von selbst aufdiktierten Regeln gefangen. Korrektur und Veränderung bei allem, was auf Dauer nicht funktioniert, wichtig. Das Leben ist nicht starr, das Leben fließt.

So geht es weiter bei "Väter in Familien":

Morgen ist Finale: der letzte Tag der Themenwoche „Väter in Familien“.

Ging es für Dich auch so schnell? Hast Du Deine Impulse noch alle gar nicht verdaut? Macht nichts! Die Artikel und Videos bleiben bestehen: Du kannst alles in Deinem Tempo angehen.

Morgen gehe ich auf das Thema ein: „und wie geht es jetzt weiter? Kriege ich jetzt einen Plan?“

Ich freue mich, Dich morgen beim Finale dabei zu haben.

Komme für alle Fragen und Anregungen auf mich zu. Schreibe mir.

Du schaust gerne Videos?

Hier der Beitrag auf youtube:

Du hast Fragen oder Anregungen?

Zögere nicht mich anzuschreiben.

Ich freue mich über Austausch!

Väter in Familien: Wie sag ich das jetzt meiner Frau?

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