Wieviel Zeit nimmst Du Dir für Dankbarkeit?

In dieser Woche drehte sich sehr viel bei mir um das Gefühl von Dankbarkeit: in dem Buch, das ich aktuell lese, in Gesprächen, die ich mit anderen führte, in dem Mantra, das meine Yoga-Lehrerin für unseren Unterricht ausgesucht hatte. Zufall? Mir fällt es immer schwerer an Zufälle zu glauben.

Aber von vorne, wie kam es überhaupt dazu, dass ich mich mehr mit Dankbarkeit beschäftigen wollte?

Ich habe ja keine Zeit...

Das Thema Dankbarkeit ist nicht neu, und wenn Du Dich mit Persönlichkeitsentwicklung, Spiritualität, oder Glauben beschäftigst, stößt Du ziemlich schnell auf die Dankbarkeit. Dennoch hatte ich mir bisher nicht die Zeit einräumen wollen, mir bewusste Dankbarkeits-Rituale anzueignen. „Ich habe ja keine Zeit“ ist einer meiner Lieblingssätze. Ich bin immer sehr darauf bedacht meine Zeit so gut wie möglich auszukosten, ja sogar effizient zu gestalten. Vor allem, wenn ich kinderfreie Zeit habe: dann nehme ich mir immer ganz viele Sachen vor, weil ich die ja eh schon so lange machen wollte, und sonst ja nicht zu komme. Aber Spaß und Entspannung ist dann natürlich auch ein MUSS. Kennst Du dieses Phänomen auch? Wenn Du dann nach Deiner kinderfreien Zeit feststellst, dass die Hälfte der zu erledigenden Dinge dann doch liegen geblieben sind, und diese blöde Entspannung auch gar nicht eingetreten ist? AAAARH… ok ich schweife ab, das ist definitiv einen eigenen Blogbeitrag wert.  😉

Zumindest hatte ich nach einer Buchempfehlung meiner Dozentin beschlossen der Dankbarkeit nun doch einen Platz in meinem Alltag bewusst einzuräumen, und habe angefangen mit Ritualen am Morgen und Abend mich dem Thema zu öffnen. Und schon nach einer Woche kann ich sagen: dieser Zeiteinsatz hat sich definitiv mehr als gelohnt.

Denn die letzten Tage habe ich immer wieder vermehrt auf dieses Gefühl von Dankbarkeit zurückgreifen können: Es hat mir zur inneren Ruhe verholfen, wenn es um mich rum mal wieder laut wurde. Und das kennst Du doch als Mutter bestimmt auch?! Zum Beispiel hatte meine Tochter vor 2 Tagen einen besonders gefühlvollen Tag, wenn ich es mal so liebevoll beschreiben möchte. Also kurz gesagt: 3 Wutanfälle später fühlte ich mich am Nachmittag dieses Tages stark gefordert, aber nicht so stark herausgefordert, dass ich mich in den Kampfmodus mit meiner Tochter begeben hätte. Was mir dabei geholfen hatte war definitiv der Blick aus der Dankbarkeitsperspektive auf meine Tochter, aber auch auf mich selbst. Vielleicht war es auch das Mantra meiner Yoga-Lehrerin, das mir durch den Kopf schwirrte. Egal was es konkret war, ich hatte eine innere Kraft, die mich durch diesen lautstarken Tag hindurchmanövrierte. Und am Ende dieses Tages stellte sich für diese Erfahrung was ein? Ganz genau: die Dankbarkeit dafür war groß, und mein Erleben und Fühlen für die Kraft von Dankbarkeit verstärkte sich erneut.      

Was bedeutet Dankbarkeit für mich?

Dankbarkeit ist das Gefühl, wenn Du mit Freude und Demut auf die Situation, einen Menschen, Dich selbst blicken kannst, und alle Deine negativen Bewertungen, die Du vielleicht sonst üblicher Weise triffst, zur Seite schiebst. Dankbar kannst Du für alles sein: Dafür, dass Du diesen Morgen wieder aufgewacht bist, dass die Sonne Dich wärmt, dass Dein Körper Dich durchs Leben trägt; dafür, dass Dein Mann Dir erneut gezeigt hat, dass er ein Mensch mit eigenen Bedürfnissen ist, und das gleiche auch für Dich gilt; dass Dein Kind einen eigenen Willen entwickelt, der ihn zu einem selbstständigen Menschen machen wird; dass Du Deine Zeit für Dich nutzen darfst. Wenn Du Deinen Fokus auf die Dankbarkeit lenkst, wirst Du erstaunt sein, wofür Du tagtäglich erneut Dankbarkeit fühlen kannst, und wie dieses Gefühl Dich bestärkt. Also ich glaube, Du hast eine Vorstellung davon, was ich mit Dankbarkeit meine. Ich rede hier nicht von dem schnöden gesellschaftlichen „Danke“, was oft ohne jeglichem Gefühl aufgesagt wird, außer vielleicht einem Gefühl von Verpflichtung. An dieser Stelle fällt mir ein, wie Eltern oft versuchen ihrem Kind das Wort „Danke“ beizubringen indem es vom Kind aufgesagt werden muss, weil es sich so gehört. Was lernt das Kind wohl in diesem Moment was „Danke sagen“ bedeutet? Und wie könntest Du anstatt dessen Deinem Kind vermitteln, was das Gefühl von Dankbarkeit ist, und wie es dieses Gefühl ausdrücken kann?

Das Gesetz der Resonanz

Die faszinierende Erfahrung, die ich diese Woche machen durfte, war, dass auch hier das Gesetz der Resonanz funktionierte: ich übte mich aktiv in Dankbarkeit, und in meinem Alltag- vor allem in meinen Begegnungen mit anderen Menschen- bekam ich sie zurück und fühlte mich bestärkt und angenommen. Natürlich motiviert diese Erfahrung mich weiterhin der Dankbarkeit zu widmen, weil ich gemerkt habe, wie es mir möglich war, innerhalb kürzester Zeit mein Mindset, meine Stimmung, mit Hilfe der Dankbarkeit zu verändern. Was wird wohl möglich sein, wenn dieses Gefühl zu einer gewohnten Haltung geworden ist?

Ich möchte auch Dich ermutigen, auf die vielen Dinge zu schauen, die schon da sind in Deinem Leben, und für die Du Freude und Dankbarkeit empfinden kannst. Du wirst feststellen, dass diese in viel größerer Anzahl vorhanden sind, als die Dinge, die wirklich störend in unserem Alltag sind, aber an denen wir oft und gerne hängen bleiben, und sie in den Vordergrund rücken. Frage Dich einmal, ob nicht andere Dinge wie die Freude und Dankbarkeit für Dein Leben, Deinen Körper, Deine Mitmenschen, Deine Freiheit im Denken und Handeln (usw. usw……) viel mehr den Platz im Vordergrund verdient hätten?

Wenn Du Dich auch für Dankbarkeitsrituale interessierst, kannst Du hier in meinen Audiobeitrag rein hören. Dort spreche ich über meine konkreten Rituale, die mir in dieser Woche gutgetan haben.

Schreib mir gerne und lass uns austauschen. Du kannst auch über Facebook oder Instagram mit mir in Kontakt treten.

Finde den Weg zu Dir und Deinem eigenen Wohlbefinden (zurück). So trägst Du zum Familienfrieden bei.

Ich wünsche Dir eine bewusste Zeit mit Dir selbst und Deiner Familie.

Alles Liebe,

Deine Melanie

Wieviel Zeit nimmst Du Dir für Dankbarkeit

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